Kreuzwoche & Kreuzfest

Das Kreuzfest Geschichte und Tradition

Im Jahr 1959 wurde das Kreuzfest der Katholiken im Bistum Limburg zum ersten Mal gefeiert. Von Anfang an war es mit der vorausgehenden Kreuzwoche (eine Veranstaltungswoche mit verschiedenen Zielgruppen) als eine Art Diözesan-Katholikentag gedacht.

Im Mittelpunkt steht die Kreuzfeier mit der Verehrung der Kreuzreliquie, die in der kostbaren Staurothek aufbewahrt wird. Reliquie und Behälter stammen aus Konstantinopel. Sie gelangten im Rahmen des barbarischen Kreuzzuges von 1204, bei dem die Stadt Konstantinopel, die christliche "Mutter der Welt" dem Erdboden gleichgemacht wurde, über Umwege in das Bistum Trier. Seit der Gründung des Bistums Limburg befindet sich diese Kostbarkeit im Limburger Domschatz.

Im katholischen Raum verweist die Verehrung der Kreuzreliquie auf das Fest "Kreuzerhöhung", das jeweils am 14.September gefeiert wird. Dieses Fest erinnert an die aus Trier stammende, oströmische Kaiserin Helena, die im Rahmen einer von ihr geleiteten Expedition in Jerusalem das wahre Kreuz Jesu Christi ausgegraben haben soll. Das Fest erinnert zugleich an die Weihe der konstantinischen Basilika über dem Heiligen Grab in Jerusalem, die am 13. September 335 geweiht wurde und in der am Tag nach ihrer Weihe zum ersten Mal eben dieses von Helena gefundene Kreuz feierlich gezeigt wurde.