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Ein top-motivierter „Mitarbeiter“

Lars Reichow begeistert beim Limburger Kreuzfest als kirchlicher „Humor- und Unterhaltungsbeauftragter“
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Beim Kreuzfest präsentierte der Kabarettist Lars Reichow im Limburger Bischofsgarten einen Abend voller pointiertem Humor, sprachlicher Finessen und Musik. © F. Schuld/ Bistum Limburg
© M. Falk/Bistum LimburgIm Gespräch (von Links): Moderatorin Donna Henz mit dem Kabarettisten Lars Reichow, Juliane Schlaud-Wolf und Dr. Christof May vom Team der Kirchenentwicklung im Bistum Limburg und der Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing.
© M. Falk/Bistum LimburgIm Gespräch (von Links): Moderatorin Donna Henz mit dem Kabarettisten Lars Reichow, Juliane Schlaud-Wolf und Dr. Christof May vom Team der Kirchenentwicklung im Bistum Limburg und der Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing.

Die Türen des Limburger Bischofsgarten stehen weit offen an diesem Freitagabend in der Domstadt. Es ist der zweite Tag des Kreuzfestes des Bistums Limburg und mehr als 350 Besucherinnen und Besucher strömen in den Garten, um den Mainzer Kabarettisten Lars Reichow zu hören.

Dieser hatte sich für seinen Auftritt im Vorfeld regelrecht beworben. „Hiermit bewerbe ich mich bei beiden Hauptkirchen Deutschlands für die Stelle des Humor- und Unterhaltungsbeauftragten, Ausbildungsreferenten und Predigtschreibers“, schrieb Reichow im Januar 2021 in den Sozialen Netzwerken. Der Kabarettist fragte in seinem Post nach der Rolle der Kirchen in der Corona-Pandemie und träumte von einer Kirche, „die warm ist. Die voll mit Musik ist, voller Leben. Eine Kirche, in der nicht nur gesessen, sondern auch gegessen wird. Eine Kirche, in der man sich trifft, so wie man sich auf einer Straße trifft. Nur schöner und gemütlicher ist es drinnen.“ Spannend fanden das Juliane Schlaud-Wolf und Dr. Christof May vom Team der Kirchenentwicklung im Bistum Limburg. Sie nahmen Kontakt zu Reichow auf und luden ihn schließlich zum Kreuzfest ein.

Reichow sagte zu und betonte gleich zu Beginn seines Auftritts „Ich bin hier, weil ich an die Kirche glaube. Und weil ich mir nicht vorstellen möchte, in einer Welt ohne Kirche zu leben.“ Erziehung, Kultur, Glaube, Dienst am Menschen – die Errungenschaften der Kirche seien völlig in den Hintergrund getreten. Es sei an der Zeit, trotz aller Skandale wieder gute Nachrichten zu produzieren, so der Kabarettist: „Ich bin heute hergekommen, um daran zu arbeiten, dass der Ruf der katholischen Kirche sich verbessert.“

Im Anschluss erlebten die Besucherinnen und Besucher einen Abend voller pointiertem Humor, sprachlicher Finessen und Musik. Reichow präsentierte Beiträge aus seinem aktuellen Programm „Ich“, wie den Song „Egoist“, sprach über das Impfen („Die Vakzin-Hitparade“), die Bundestagswahl („Die Rede eines lokalpolitischen Talents“), Elternschaft („Der Junge im Sitzsack“) oder das Lebensende („Komm ich in den Himmel?“).

 

© M. Falk / Bistum LimburgDer Gitarrist Tilmann Höhn nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine musikalische Weltreise.
© M. Falk / Bistum LimburgDer Gitarrist Tilmann Höhn nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine musikalische Weltreise.

Mit Tilmann Höhn auf musikalische Weltreise

Vor dem Auftritt von Lars Reichow sorgte der Gitarrist Tilmann Höhn aus Wiesbaden für eine entspannte Atmosphäre im Bischofsgarten. Seit seinem 14. Lebensjahr spielt Höhn Gitarre und ist als Jazz-Gitarrist, Akustik-Gitarrist, Blues-Gitarrist, Elektrik-Gitarrist, Studio-Bossanova-Pop-Solo-Duo-Trio-Gitarrist bekannt. In Limburg nahm er die Zuhörerinnen und Zuhörer in seinen Liedern mit auf eine musikalische Weltreise und spielte unter anderem auf einer Sitar-Gitarre aus Asien.

„Das Leben will gefeiert werden“

Vor dem Auftritt von Lars Reichow begrüßte der Bischof von Limburg, Dr. Georg Bätzing, die Besucherinnen und Besucher. Im Gespräch mit der Moderatorin Donna Henz betonte er die Symbolkraft des Kreuzfestmottos „Feier das Leben“. Für Christinnen und Christen sei das Kreuz nicht nur ein Symbol des Todes, sondern stehe auch für den Baum des Lebens. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten lange Zeit keine Veranstaltungen im Bischofsgarten stattfinden. Die Rücksichtnahme in der vergangenen Zeit der Pandemie sei richtig und wichtig gewesen, betonte der Bischof. Jetzt freue er sich darüber, dass die Türen des Gartens wieder für die Besucherinnen und Besucher geöffnet werden könnten. „Das Leben will raus, das Leben will gefeiert werden“, sagte Bischof Bätzing.

Hintergrund: Kreuzfest und Jahrmarkt der Sinne

Erstmals werden Kreuzfest und Jahrmarkt der Sinne in diesem Jahr zusammen gefeiert. Die Festtage vom 16. bis 19. September stehen unter dem Motto „Feier das Leben!“. Das Bistum Limburg feiert bereits seit 1959 das Kreuzfest und lädt Menschen aus dem ganzen Bistum zum Mitfeiern ein. Im Zentrum steht bis heute die Verehrung der kostbaren Kreuzreliquie. Der Jahrmarkt der Sinne wird vom Caritasverband für den Bezirk Limburg veranstaltet und findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt. In den vergangenen Jahren besuchten jeweils mehrere tausend Menschen den Jahrmarkt im Limburger Bischofsgarten. Weitere Informationen gibt es unter kreuzfest.bistumlimburg.de.

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